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| 11.06.2010, 19:00 Uhr | Starkenburger Echo / e
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Mehrgenerationenhaus für Heppenheim Junge Union: CDU-Nachwuchs will junge und alte Kreisstädter zusammenbringen - Hoffen auf staatliche Unterstützung
Immer mehr Familien benötigen ein ausreichendes Angebot an Kita-Plätzen, häufig sogar eine ganztägige Betreuung ihrer Kinder, um ihren beruflichen Verpflichtungen nachgehen zu können. Die Tatsache, heißt es in einer Pressemitteilung der Jungen Union Heppenheim, dass immer weniger Familien in der Frage der Betreuung auf nahe Verwandte zurückgreifen können, verstärke die Notwendigkeit, Betreuungsangebote bedarfsgerecht zu optimieren.
HEPPENHEIM.
Gleichzeitig müsse Politik genauso auf Veränderungen in der Altersstruktur reagieren, das heiße, sie müsse sich mit der Frage auseinandersetzen, inwiefern ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger in das gesellschaftliche Leben mit eingebunden werden könnten, da deren Wille, sich aktiv einzubringen und sich für diese Gesellschaft zu engagieren, ,,oft ungebrochen ist". Die Junge Union schlägt deshalb ein ,,Mehrgenerationenhaus" für die Kreisstadt vor.Die beschriebenen Herausforderungen - ein größeres Angebot an Betreuungsplätzen, und die möglichst ganztägig, dazu eine alternde Gesellschaft - nahm die Junge Union zum Anlass, sich Gedanken zu machen, inwiefern dieser gesellschaftliche Wandel politisch von der Kreisstadt Heppenheim gestaltet werden kann, vor allem unter Berücksichtigung der ,,aktuell sehr klammen Kommunalfinanzen". Bessere Lebensbedingungen für Alt und Jung sind aus Sicht der Jungen Union ,,nicht immer Resultat aus mehr staatlichen Zuwendungen in den betroffenen Politikfeldern". Es müsse vielmehr um die Frage gehen, wie die Kreisstadt Heppenheim mit vorhandenen Ressourcen, möglichst viel für die Menschen erreicht. Diese Zielsetzung erfordere ,,Kreativität der politisch Handelnden und die Existenz einer aktiven Bürgergesellschaft".Deshalb schlägt die Junge Union Heppenheim vor, eine Begegnungsstätte für alle Generationen zu schaffen, ein sogenanntes Mehrgenerationenhaus. Eine solche Einrichtung ermögliche flexible Angebote zur Kinderbetreuung, die Familien bei der Bewältigung ihrer täglichen Herausforderungen unterstützen. Der politischen Zielsetzung, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen, werde durch ein solches Modellprojekt Rechnung getragen.Senioren erfahren aus Sicht der Jungen Union durch eine solche Begegnungsstätte Abwechslung in ihrem Alltag. Ein beispielsweise von Senioren betreuter Kindernachmittag sei mit Sicherheit nicht nur für Familien und deren Kinder attraktiv, sondern genauso für Senioren mit einem ,,gewissen Spaßfaktor" verbunden. Außerdem böten Mehrgenerationenhäuser häufig praktische Unterstützung alternder Menschen in ihrem Alltag. Genauso stelle ein regelmäßiger Besuch des Mehrgenerationenhauses von Senioren eine Entlastung für nahe möglicherweise pflegende beziehungsweise betreuende Angehörige dar.Genausowenig zu vernachlässigen seien die aus einem solchen Modellprojekt resultierenden kommunalen Ersparnisse. Möglicherweise könnten mehr Betreuungsplätze in der Kreisstadt bereitgestellt werden, mit geringeren Betreuungskosten pro Kopf. Voraussetzung für die Realisierung eines solchen Projektes sei zunächst allerdings eine staatliche Anschubfinanzierung, schreibt die Junge Union abschließend, sowie die Einrichtung einer zentralen Stelle, die die Aktivitäten innerhalb des Mehrgenerationenhauses koordiniere. Diese Anschubkosten zahlten sich jedoch auf lange Sicht durch bessere Rahmenbedingungen für Familien in Heppenheim, einen interessanteren Lebensalltag für die Senioren und durch eine nachhaltige und generationengerechte Entlastung der kommunalen Haushalte aus.
aktualisiert von Ensinger, 12.06.2010, 16:02 Uhr |
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